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Die Geschichte der Löschgruppe
Gegründet wurde die
Freiwillige Feuerwehr Wallenbrück am 01. Juli 1898.
Der Ortsvorsteher hatte die
Gründungsversammlung einberufen und 20 hilfsbereite Männer stellten sich für
den Dienst zur Verfügung. In den nächsten Tagen waren es bereits 25 Helfer.
Die Männer hatten lediglich
die Feuerspritze, die von der Pflichtfeuerwehr übernommen wurde. Alles andere
mussten sie selbst besorgen.
Fast einen ganzen Tageslohn,
nämlich eine Mark, betrug damals die Aufnahmegebühr. Doch das war noch nicht
genug. Neun Mark mussten als Kleidungsgeld für die Schutzausrüstung entrichtet
werden.
Auch sonst herrschten damals
harte Sitten. Jeder, der bei einer Übungsstunde unentschuldigt gefehlt hatte,
musste 0,50 Mark zahlen. Gar um eine Mark ärmer wurde der Feuerwehrmann, der
bei einer Feier fehlte.
Um die Entschuldigungen ordnungsgemäß abgeben zu können, war in der Gaststätte
Brinkmann dazu eigens ein Kasten angebracht.
Bis 1908 besaßen Wallenbrück
und Bardüttingdorf ein gemeinsames Spritzenhaus. Es lag schräg gegenüber dem
heutigen Textilhaus Brandmann, südlich des Helliger Weges.
Die Wartung der Feuerschutzgeräte besorgte damals im Auftrag der beiden
Gemeinden ein "Spritzenmeister" aus der Nachbarschaft des Spritzenhauses.
Diese Aufgaben übernahmen später die Freiwilligen Feuerwehren (Gründung 1890
Bardüttingdorf, 1898 Wallenbrück).
Mit einer "Spritzenprämie"
wurden die Wehren von der "Westfälischen Provinzial-Feuer-Societät"
angehalten, immer als erster an der Brandstelle zu sein. So erhielt
beispielsweise 1838 die erste eingetroffene Wehr 5 Taler und die zweite noch
2,15 Taler.
Besonders einsatzfreudige Wehrmänner erhielten sogar eine "Gratifikation".
Nach dem Verkauf des schon
längst baufälligen Spritzenhauses 1908 wurde der Erlös zwischen Wallenbrück
und Bardüttingdorf aufgeteilt. Die weitere Nutzung des Gebäudes ist jedoch
unbekannt. Heute ist von dem Spritzenhaus nichts mehr übrig geblieben.
Nebenbei hatten die
damaligen Spritzenhäuser noch die Funktion des "Arrest-Lokals". Personen, die
von der Polizei ins Gewahrsam genommen wurden, wurden zur vorläufigen
Festsetzung dorthin verbracht.
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