Freitag, 27. November 2020
banner45.jpg

Gestärkt in die Zukunft

Die Löschgruppen Bardüttingdorf und Wallenbrück haben sich zusammengeschlossen.

Spenge. Die Feuerwehrleute aus Bardüttingdorf und Wallenbrück gehen zusammen in die Zukunft: Ab 1. Juli gibt es die gemeinsame Löschgruppe Bardüttingdorf-Wallenbrück. Wehrführer Thomas Reschke sprach von einem notwendigen Schritt, um die Feuerwehr Spenge insgesamt zu stärken. Durch die Fusion endet die Geschichte der Löschgruppe Wallenbrück als selbständige Feuerwehreinheit. „Wir haben uns die Entscheidung deshalb nicht leicht gemacht“, betonte Reschke. Sie sei am Ende einvernehmlich mit der Mannschaft getroffen worden.     


Insgesamt 145 Feuerwehrleute leisten in Spenge aktiven Einsatzdienst. Noch ist die Feuerwehr personell gut aufgestellt. Doch die Zahl der Aktiven ist seit Jahren rückläufig.  Gerade die Freiwilligen Feuerwehren im ländlichen Raum haben Probleme, geeigneten Nachwuchs zu finden. Die Spenger Wehr bildet da keine Ausnahme. Besonders hart hat es die Löschgruppe Wallenbrück getroffen. Hier leisteten zuletzt noch 13 Feuerwehrleute ehrenamtlichen Dienst. „Die Personaldecke war einfach zu gering, um im Notfall alle Funktionen besetzen zu können“, schilderte Reschke die Situation vor der Fusion. So seien für einen Löschangriff zumindest Gruppenführer, Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp erforderlich. Ein geregelter Ausbildungs- und Übungsbetrieb sei wegen der geringen Personalstärke ebenfalls nicht mehr möglich gewesen. „Der Zusammenschluss war deshalb der ausdrückliche Wunsch der aktiven Kameraden aus Wallenbrück“, sagte der Feuerwehrchef. Von Seiten der Löschgruppe Bardüttingdorf sei der Schritt ebenfalls begrüßt worden.

   Die Feuerwehrleute aus Bardüttingdorf und Wallenbrück haben sich zusammengeschlossen. Sie bilden nun eine starke Löschgruppe, die unter Leitung von Oberbrandmeister Michael Gießel (LG Bardüttingdorf) und Oberbrandmeister Tim Tegelhütter (LG Wallenbrück) steht. Unterstützt wird die Führung von Brandinspektor Matthias Richter, Hauptbrandmeister Christian Noske und Unterbrandmeister Niklas Walper.  

Anpassung der Alarm- und Ausrückeordnung - Umgestaltung der Löschbezirke

Die neue Löschgruppe Bardüttingdorf-Wallenbrück verfügt über 30 Aktive und zusätzlich noch über 4 Doppelmitglieder und steht unter Leitung von Oberbrandmeister Michael Gießel und Brandinspektor Matthias Richter. Seit dem 1. Juli werden die Feuerwehrleute gemeinsam zu den Einsätzen alarmiert. Die Alarm- und Ausrückeordnung sei dazu angepasst worden, so Reschke. Sie regelt, mit welcher Mannschaftsstärke und mit welchen Fahrzeugen die Feuerwehr auf die verschiedenen Einsatzlagen reagiert. Eine Umgestaltung der Löschbezirke im Stadtgebiet war durch die Fusion ebenfalls nötig, während das Gerätehaus in Wallenbrück als Außenstandort erhalten bleibt. Die Dienstabende finden nun ebenfalls gemeinschaftlich statt. Allerdings werde momentan aufgrund der Corona-Pandemie in Kleingruppen trainiert, so der Wehrführer. Für ihn hat die Spenger Wehr an Stärke gewonnen: „Nur eine Feuerwehr, die in der Lage ist mit genügend Personal zu üben und eine starke Alarmbereitschaft hat, ist ein wirklicher Schutz für die Bevölkerung!“

Landeskampagne zur Zukunftssicherung

In Düsseldorf ist bekannt, dass vor allem in kleineren Ortschaften der Feuerwehrnachwuchs fehlt. Das Projekt Feuerwehr-Ehrensache, das NRW-Innenministerium und der Verband der Feuerwehren in NRW gemeinsam auf den Weg gebracht haben, soll die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehren sichern. Im Jahr 2017 wurde eine breit angelegte Werbekampagne unter dem Motto „Freiwillige Feuerwehr – Für mich. Für alle.“ gestartet. „Eine starke Löschgruppe hat sicherlich bessere Möglichkeiten, um die Landeskampagne für ihre Zwecke zu nutzen und dadurch neue Mitglieder für die Feuerwehr zu begeistern. „Hier finden sich immer kreative Köpfe, die gute Ideen haben“, meinte Reschke.

Die Geschichte der Feuerwehr Wallenbrück reicht Übrigens bis in das Jahr 1898 zurück. Schon damals arbeiteten die Wehrleute eng mit den Kameraden aus Bardüttingdorf zusammen. Sie teilten sich bis 1908 ein gemeinsames Spritzenhaus, das südlich des Helliger Wegs lag. Zuletzt gab es in Löhne einen Zusammenschluss von zwei Feuerwehreinheiten. Dort fusionierte die Löschgruppe Wittel mit der Löschgruppe Gohfeld zum Löschzug Gohfeld-Wittel.

Das Leben auf der Baustelle hat ein glückliches Ende genommen!

Gerätehaus Spenge-Mitte nach umfangreicher Sanierung und Erweiterung eingeweiht

Spenge. Zweieinhalb Jahre wurde an der Eschstraße in Spenge gebaut. Am Ende ist der Umbau des Gerätehauses Spenge-Mitte schon fast einem Neubau gleichgekommen. Nun wurde das moderne Feuerwehrdomizil offiziell in Betrieb genommen. Bürgermeister Bernd Dumcke übergab symbolisch den Schlüssel an Wehrführer Thomas Reschke. Für die Wehrleute des Löschzugs Spenge-Mitte ist damit eine entbehrungsreiche Zeit zu Ende gegangen. Sie sind während der Bauphase am alten Standort verblieben und haben sich mit den Bauarbeitern arrangiert. Reschke ist stolz auf seine Leute: „Sie haben trotz der widrigen Umstände alles am Laufen gehalten!“  

Das alte Gerätehaus des Löschzugs Mitte, dessen Bausubstanz teilweise noch aus den 1950er Jahren stammt, hat sich während der zurückliegenden Monate in einen modernen Funktionsbau und Ausbildungsstandort gewandelt. Die 41 Aktiven der Einheit können ihr Ehrenamt nun unter optimalen Bedingungen ausüben. 1,4 Millionen Euro aus Landesmitteln wurden für die Baumaßnahme aufgewendet. „Das Geld ist gut verwendet worden“, meinte der Bürgermeister bei der Einweihung.

Teilabriss schafft Platz für neue Fahrzeughalle und Anbau

Zunächst war ein Teil des alten „Spritzenhauses“ abgerissen worden, um Platz für die neue Fahrzeughalle zu schaffen. Sie entstand in Industriebauweise, also als Stahlhallenkonstruktion mit Sandwich-Fassadenplatten. Drei Einsatzfahrzeuge finden darin Platz. Zwei weitere Stellplätze befinden sich im verbliebenen Gebäudealtbestand, der saniert wurde.  Der alte Schlauchturm ist einem Anbau in Massivbauweise gewichen, der die neue Fahrzeughalle zur anderen Seite hin einrahmt. Dort befinden sich unter anderem Lager- und Werkstatt. Neue Sanitäranlagen und Umkleidebereiche sind ebenfalls entstanden. „Vorher mussten wir uns quasi hinter den aus- und einrückenden Fahrzeugen umziehen“, schilderte Löschzugführer Sebastian Ringels die Situation in der Vergangenheit. Mit dem Unfallschutz sei das nicht zu vereinbaren gewesen.  Am Standort Spenge-Mitte sind Einsatzleitwagen, Hilfeleistungslöschfahrzeug 20, Löschfahrzeug 20, Gerätewagen-Rüst, Mannschaftstransporter, Schlauchboot- und Pulverlöschanhänger stationiert. Zuletzt erhielt der Löschzug im Jahr 2018 einen Gerätewagen Logistik 2 (Ziegler/Scania).

 

   Geraetehaus Loeschzug Spenge  

Das alte Gerätehaus des Löschzugs Spenge-Mitte wurde aufwendig umgebaut, saniert und erweitert.
Herausgekommen ist ein moderner Funktionsbau und Ausbild
ungsstandort.


Einer langen Planungszeit folgte eine lange Bauzeit.

Die Planungen für eine grundlegende Umgestaltung des Gerätehauses Spenge-Mitte hatten bereits im Jahr 2015 begonnen. Damals war der Rettungsdienst, der bis dahin ebenfalls an der Eschstraße seinen Standort hatte, in eine neue Rettungswache umgezogen. Im Herbst 2017 begannen schließlich die Bauarbeiten. Die Stadtverwaltung hatte ein Architekturbüro mit der Ausführung beauftragt. Ein straff organisierter Bauzeitplan sollte eigentlich die Fertigstellung in zwölf bis 14 Monaten garantieren. Doch die Baumaßnahme im Bestand umzusetzen, erwies sich schwieriger als zunächst gedacht. Gesundheitsgefährdende Baustoffe, die aufwendig abgetragen und als Sondermüll entsorgt werden mussten, brachten unter anderem den Zeitplan durcheinander. Die Feuerwehrleute versuchten sich währenddessen so gut es eben ging mit der Situation zu arrangieren. „Wir haben uns in den Altbau zurückgezogen und den wenigen Platz auf dem Gelände mit den Bauarbeitern und Baumaschinen geteilt!“, erinnerte sich Ringels. Besonders hart war das Jahr 2018. Damals schnellten die Einsatzzahlen plötzlich um 130 Prozent  in die Höhe. Orkan Friederike und gleich drei Großbrände brachten den Löschzug, der zu diesem Zeitpunkt über kein funktionstüchtiges Gerätehaus verfügte, an seine Belastungsgrenze.  „Die Baumaßnahme bei laufendem Dienstbetrieb umzusetzen war wirklich nicht einfach“, bestätigte Wehrführer Thomas Reschke, der den Löschzug für seinen Durchhaltewillen lobte. Im September 2019 war schließlich das Gröbste überstanden und die neuen Räumlichkeiten konnten bezogen werden. Die Fertigstellung von Küche, Stabsraum und Nebenleitstelle zogen sich allerdings aufgrund von Lieferschwierigkeiten noch bis April dieses Jahres hin.

Bei einem Tag der offenen Tür können die Spenger Bürger und befreundeten Feuerwehren das neue Domizil besichtigen. Der wird aufgrund der Corona-Pandemie allerdings erst im nächsten Jahr stattfinden.


                                                                                                                                                    

Jahresbericht 2019

Der Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Spenge steht jetzt zum Download zur Verfügung.

 


Jahreshauptversammlung vom Löschzug Spenge-Mitte 2020

Am Samstag den 18.01.2020 fand die Jahreshauptversammlung des Löschzuges Spenge-Mitte statt. Die Mitglieder des Löschzuges trafen sich dazu im Gerätehaus. Auch Bürgermeister Bernd Dumcke und der Leiter der Feuerwehr Thomas Reschke waren anwesend. Auf der Tagesordnung standen, wie jedes Jahr Ehrungen und Beförderungen, sowie ein Rückblick in das vergangen Jahr und ein Ausblick in das Jahr 2020.

Abdel Aziz Al Saleh, Thielo Weigelt und David Cierro wurden in den Löschzug aufgenommen und jeweils zum FM befördert. Tobias Westerhold wurde ebenfalls zum FM befördert. Sean Heavey wurde zum OFM befördert. Markus Finkemeyer ist nun HBM. Jörg Hülsmann und reiner Tiemann wurden vom VDF NRW für ihre 40 jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Die beste Dienstbeteiligung in 2019 erhielt David Priemer gefolgt von Klaus Greulich auf dem 2. Platz, sowie Thomas Finkemeyer, Cedric Potthoff und Felix Schortemeyer auf Platz 3.

Bürgermeister Bernd Dumcke und der Leiter der Feuerwehr Thomas Reschke bedankten sich jeweils mit Grußworten für die geleistete Arbeit in 2019 und wünschten ein erfolgreiches Jahr 2020. Der Rückblick ins Jahr 2019 zeigte 113 Einsätze für den Löschzug Spenge-Mitte. Von Flächenlagen durch Unwetter und Großbränden blieben die Kameraden weitestgehend verschont. Einer der größeren Einsätze in 2019 war der Kellerbrand am 2. Weihnachtsfeiertag. Hier konnten von der Feuerwehr insgesamt vier Personen gerettet werden. Der Umbau des Gerätehauses konnte in 2019 zum größten Teil fertiggestellt werden. Lediglich eine neue Küche fehlt aktuell noch. Doch auch diese wird in Kürze noch eingebaut. Am 31.05.2020 wird ein Tag der offenen Tür stattfinden und ebenfalls so die offizielle Einweihung des Gerätehauses. Ebenfalls steht die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges (LF 20) für den Löschzug Spenge-Mitte an. Der Auftrag für das Fahrzeug wurde bereits im Februar 2019 vergeben. Eine erste Baubesprechung beim Aufbauhersteller in Dissen hat bereits stattgefunden und mit der Auslieferung des Fahrzeuges wird im Frühjahr 2021 gerechnet.

Die Löschzugführung bedankte sich ebenfalls für die in den letzten Jahren geleistete Arbeit der Kameradinnen und Kameraden bei den Einsätzen und dem Umbau des Gerätehaues. Ebenfalls geht ein Dank der Löschzugführung auch an die Leitung der Feuerwehr, dem Bürgermeister, sowie dem Rat und der Verwaltung für eine Gute und Vertrauensvolle Zusammenarbeit und auch für die in den vergangenen Jahren ermöglichten Beschaffungen und den Umbau des Gerätehauses.

 

   Jahreshauptversammlung  

© 2004 - 2020 Freiwillige Feuerwehr Spenge

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.