Montag, 17. Juni 2019
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Stadt Spenge investiert in die Sicherheit der Trinkwasserversorgung

Die Stadt Spenge hat jetzt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Spenge mit neuen Armaturen zur Löschwasserentnahme ausgestattet.

Brennt es im Stadtgebiet und benötigt die Feuerwehr eine größere Menge Löschwasser, so ist sie in der Regel auf die Entnahme von Wasser aus dem Trinkwassernetz angewiesen, die eben mit diesen Armaturen durchgeführt wird. Vor einem Jahr kam es beim Brand eines Einfamilienhauses in Hücker-Aschen durch die Verkettung unglücklicher Umstände bei der Löschwasserentnahme aus einem Hydranten zu einem lokalen Eintrag von Schaummittel in die öffentliche Trinkwasserleitung.

Bei der Aufarbeitung des Falles konnte die Feuerwehr feststellen, dass dieser oder ähnliche Fälle sich auch in anderen Gemeinden in Deutschland ereignet haben. Mittlerweile hat die Industrie reagiert und bietet seit kurzem eine verbesserte Technik an, die solche Trinkwasserverunreinigen verhindern soll. Diese Technik wurde nun von der Stadt Spenge beschafft, so dass zukünftig derartige Fälle wie oben geschildert verhindert werden.

Alle Löschfahrzeuge der Spenger Feuerwehr wurden mit neuen Standrohren mit integrierten Rückschlagsicherungen incl. Rohrbelüfter und weiteren Sicherungsarmaturen wie einem Systemtrenner mit eingebautem Rückschlagventil und einem Vakuumbrecher ausgerüstet.

Die Rückschlagsicherungen verhindern ein Rückfließen bzw. Zurückrückdrücken von eventuell kontaminiertem Löschwasser in das öffentliche Trinkwasserleitungsnetz durch Verschluss bzw. Absperrung durch das mittels Spiralfeder vorgespannte integrierte Rückschlagventil.

Der Systemtrenner wird für den Einsatz der Wasserentnahme bei Überflur-Hydranten gebraucht. Der Vakuumbrecher verhindert durch Einströmung von Luft, dass sich Unterdruck im Trinkwasserversorgungsnetz und in der Feuerlöschkreiselpumpe bilden kann und somit Schäden und auch Druckschläge im öffentlichen Trinkwasserversorgungsnetz verursacht werden.

Wasserleitungsschäden wie Rohrbrüche führen immer zur Unterbrechung der Trinkwasserversorgung und auch der Löschwasserversorgung und erhöhen die Gefährdung der Hygiene und Sicherheit der Bevölkerung.

Die Trinkwasserverordnung in Verbindung mit den zuständigen Normen und den Arbeitsblättern des DVGW –Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.-, Technisch-wissenschaftlicher Verein und zugleich Regelsetzer in der Gas- und Wasserversorgung als anerkannte technischen Regel zum Schutz des Trinkwassers verlangen entsprechende Handlungsweisen bzw. Sicherungsarmaturen von jedem der Wasser, zu welchen Zweck auch immer, aus dem Trinkwasserleitungsnetz entnimmt .

Genau wie jeder Hauseigentümer und /oder Mieter als Wasser-Leitungsnetz-Nutzer muss auch die Feuerwehr die Bestimmungen, insbesondere § 17 der Trinkwasserverordnung (TrinkwV), einhalten. Die TrinkwV aus dem Jahr 2001 wurde 2011 und 2012 u.a. für die Nutzer der öffentlichen Trinkwasserversorgung geändert bzw. ergänzt und setzt die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der menschlichen Gesundheit gemäß dem Infektionsschutzgesetz als Nachfolger des Bundesseuchengesetzes um. Somit ist die Investition ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit der Allgemeinheit und sicherlich gut angelegtes Finanzmittel der Stadt Spenge.

  Stadt Spenge investiert in die Sicherheit der Trinkwasserversorgung  

 


 

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